Elektrizitätsproduktion im Kanton Glarus wegen Sonderfaktoren im Jahre 2014 tiefer als im Vorjahr

 

Im Kanton Glarus wird mehr als doppelt so viel Elektrizität produziert als verbraucht wird. Die Elektrizitätsproduktion geschieht überwiegend aus Wasserkraft. Darum ist die Produktionsmenge direkt abhängig von der Menge an verfügbarem Wasser. Im Jahr 2014 lagen die Niederschläge vor allem wegen des schneearmen Winters 2013/14 leicht unter dem Durchschnitt.

Die Netto-Produktion an Elektrizität ohne Pumpbetrieb lag im Jahre 2014 im Kanton Glarus bei 850 Millionen Kilowattstunden oder 850 Gigawattstunden (GWh), wovon 762 GWh die Wasserkraft, 83 GWh die Kehrichtverbrennungsanlage, 2 GWh die Kläranlage Bilten und knapp 3 GWh die Fotovoltaikanlagen beisteuerten. Das entspricht etwa 89 Prozent des Durchschnittswertes. Gegenüber dem Vorjahr mit seiner aussergewöhnlich grossen Produktion (1157 GWh), ergab sich eine Abnahme um 27 Prozent. Diese grosse Abnahme und die leicht unterdurchschnittliche Produktion sind vor allem auf das dominierende Kraftwerk Linth-Limmern und etwas weniger auf die Niederschlagsmenge zurückzuführen. Im Zuge der Bauarbeiten von Linthal 2015 musste der Speicherbetrieb des Limmernsees in den letzten zwei Jahren aussergewöhnlich betrieben werden, was im Jahre 2013 eine ungewöhnlich hohe Produktion (564 GWh) und im Jahre 2014 eine speziell tiefe Produktion (298 GWh) bewirkte.

In den anderen Wasser-Kraftwerken, welche zusammen etwas mehr als die Hälfte der Glarner Produktion liefern, lag die Produktion im Jahre 2014 zwar etwas tiefer als im Vorjahr, aber über dem Durchschnitt.

Ein Vergleich der Produktion seit dem Jahre 2001 zeigt, dass die übrigen Kraftwerke (ausser KLL) eine mit der Wasserführung leicht schwankende Produktion mit einer leicht steigenden Tendenz aufweisen. Diese Steigerung ist vor allem auf Erneuerungen bei grösseren Kraftwerken wie Sernf-Niedernbach, dem EW Näfels und dem Bau des Mühlebachkraftwerkes im Zeitraum seit 2001 zurückzuführen. Daneben hat auch die Erneuerung von Kraftwerken an der Linth und anderen Gewässern eine erhöhte Produktion bewirkt.

Ende 2014 waren neben dem Pumpspeicherwerk Limmern der KLL und der Fassung Engi der SN Energie drei Klein-Kraftwerke im Bau: das Kraftwerk Holenstein bei Ennenda, das Kraftwerk Doppelpower in Schwanden/Mitlödi und das Kraftwerk Seidendruckerei in Mitlödi.

 

Quelle: Glarus24

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