Mehr Kraftwerk pro Quadratmeter geht nicht

 

Am letzten Mittwoch ging das neue Wehrkraftwerk Holenstein mit dem Andrehfest in Betrieb und ans Netz. Neben anderen Aspekten stellten die engen Platzverhältnisse die Verantwortlichen vor grosse Herausforderungen.

«Auf der Fläche von gerade Mal zwei Einfamilienhäusern konnte hier ein sehr effizientes Kraftwerk realisiert werden», meinte Fritz Trümpi am Andrehfest des neuen Wehrkraftwerks Holenstein am letzten Mittwoch in Ennenda. Die engen Platzverhältnisse waren aber nicht die einzige Herausforderung, welche dieses Projekt zu meistern hatte, schilderten Martin Zopfi-Glarner, Geschäftsführer Technische Betriebe Glarus, und Stefan Trümpi, Geschäftsführer Jackcontrol. So startete das Projekt bereits 2008 noch unter der Federführung der Werkbetriebe Glarus. Das seit weit über hundert Jahren in Betrieb befindliche Wasserkraftwerk im Industriekomplex Holenstein habe da langsam sein Lebensende erreicht. «Es hat aber immer sehr wenig Energie aus der Linth gezogen.» So entstand die Idee, das Wasser gleich zweimal zu nutzen. In einem rundumerneuerten Werk am alten Standort und bereits weiter oben am Standort des Wehrs. Auch das Thema Hochwasserschutz war ein wichtiger Aspekt im ganzen Projekt. Zopfi zeigte sich deshalb auch sehr stolz, dass die Aufgabe im engen Zeitrahmen von knapp 21 Monaten und ohne Unfälle realisiert werden konnte. Während die Bauzeit zum Beispiel mit der Installation der jeweils 18 Tonnen schweren Wasserklappen immer wieder für spektakuläre Bilder sorgte, war der Gang ins Stromnetz weitaus unaufgeregter. Ein Druck auf einen Knopf, die Turbine schnurrt kaum hörbar und aus dem Wasser der Linth wird Strom produziert. Wenn die zweite Stufe im Holenstein noch im nächsten Jahr ebenfalls fertiggestellt ist, wird an diesem Standort Energie für rund 750 Haushalte produziert.

Die Feier fand nach dem Andrehen an der Linth im Gesellschaftshaus Ennenda mit einem feinem Essen vom «Cornetto & Kern-Team» und musikalischer Umrahmung durch das Heimatchörli Ennenda ihren würdigen Abschluss.

 

Von: Jürg Huber, Pressebeauftragter IG Kleinwasserkraft

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