Kraftwerk Tschudibergbach in Braunwald eingeweiht

 

Vergangenen Samstag wurde die Inbetriebnahme des Kleinwasserkraftwerks Tschudibergbach gefeiert. Unternehmer, Freunde und Grundeigentümer konnten die neue Anlage in Augenschein nehmen.

Als Braunwald noch Braunwald war und nicht Glarus Süd, wurde die Idee bereits für dieses nun fertig gestellte Kleinwasserkraftwerk geboren. Der Grund: Wenn alle Braunwalder Bauern mit ihren Laubbläsern beschäftigt sind, braucht das viel Strom, wie Hans-Peter Keller von der Spinnerei Linthal AG erklärt. Die Gemeinde sei daher an sie herangetreten, doch in Braunwald selbst die knapp 100 kW zu produzieren. Massgeblicher Ideenträger war damals Fritz Menzi. Nach einer längeren Planungszeit und dem Baubeginn im Herbst 2015 ist das Tschudibergbach-Kraftwerk nun fertig gestellt. Rund 90 Liter pro Sekunde Wassermenge kann eine Leistung von 90 kW Leistung produziert und eingespeist werden. Mit der Jahresproduktion von 440.000 KW/h reicht dieser aus erneuerbaren Energien gewonnene Strom für umgerechnet 110 Normhaushalte.

Wasser des Brummbachs wird seit Jahrzehnten genutzt
Richard Dubs vom Verwaltungsrat der Spinnerei Linthal AG gab technische Einzelheiten zur Wasserfassung und der rund 120 Meter tiefer gelegenen Zentrale bekannt. Unterstützt wurde er von Juanito Granados, der seit drei Jahren für die Kraftwerks- und Immobilienbetreuung der Spinnerei Linthal AG zuständig ist. So war zu erfahren, dass das Wasser für das Kraftwerk vom Brummbach und weiteren Zuleitungen stammt. Das Wasser werde zunächst in einem Betonschacht gesammelt und je nach Regulierung in die Druckleitung gespeist. 120 Meter tiefer wird das Wasser turbiniert.

Die Wasserrechte und die Nutzung des Brummbachs gehen bereits auf das Jahr 1867 zurück, wie Keller noch betont.  

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