Wehrkraftwerk Hollenstein ist auf Kurs

 

Das neue, noch im Bau befindliche Wehrkraftwerk Holenstein wird ab Frühjahr 2016 Strom für rund 380 Haushalte in der Gemeinde Glarus produzieren. Parallel dazu wird auch das bestehende alte Kraftwerk Holenstein rundum erneuert, sodass im Endausbau sogar Strom für 700 Haushalte produziert werden kann. Die Gesamtkosten für beide Projekte belaufen sich auf 9.5 Mio Franken.

„Wir sind  zeitlich wie auch in Bezug auf die vorgegebenen Kosten  voll auf Kurs.“  Für Martin Zopf-Glarner, Geschäftsführer der Technischen Betriebe Glarus – kurz tb.glarus -  ist dies die Hauptbotschaft. Als Projektleiter besucht er täglich die Baustelle und über eine Webcam kann er in seinem Büro zu jeder Zeit einen Blick auf  die entstehende Kraftwerksanlage werfen.

Neubau Wehrkraftwerk Holenstein
„Bei meinem täglichen Baustellenrundgang treffe ich immer wieder auf Leute welche mich fragen, ob bei diesem sehr grossen Ausmass des Werkes die budgetierten Kosten auch tatsächlich ausreichen.“  Martin  Zopfi-Glarner kann dies aber stets beruhigend beantworten: „die Kosten wie auch der zeitliche Ablauf haben wir voll im Griff“. Bei den Kosten für das Wehrkraftwerk spricht man von 6.5 Mio Franken, welche seinerzeit von der Gemeindeversammlung auch genehmigt wurden. Das alte, nicht regulierbare Wehr wird  durch ein zweifeldiges,  automatisch reguliertes Klappenwehr ersetzt. Das dadurch aufgestaute Linthwasser wird durch die seitlich angeordneten Einlauföffnungen gefasst und von dort direkt auf das Laufrad der vertikalachsigen, doppelt regulierten Kaplanturbine geführt. Die erste Klappe wurde bereits eingebaut . Der Einbau der zweiten Klappe erfolgt dann im Herbst 2015.

Erneuerung Kraftwerke Holenstei
Im Herbst 2015, parallel zum Bau des Wehrkraftwerkes,  wird dann das Kraftwerk Holenstein erneuert, sodass im Endeffekt zwei Kraftwerke der tb.glarus zum Einsatz gelangen. Die Kosten für diese Erneuerung belaufen sich auf 3.0 Mio Franken und wurden von der Gemeindeversammlung ebenfalls genehmigt. „Das gute an diesen beiden Projekten ist, dass  wir mit einer Stauung beide Kraftwerke mit Wasser versorgen können.“ 

Hochwasserschutz – Fischwanderung
Das Hochwasserschutzkonzept mit seinen Begleitmassnahmen bleibt unverändert und ist auf die aktuelle Entwicklung des Konzeptes Glarus-Ennenda abgestimmt.  Die Fischwanderung kann bei diesem Projekt nicht nur flussaufwärts, sondern auch flussabwärts elegant erfolgen, dies erfordert nebst einer Fischtreppe auch einen Fischabstieg. „Wichtig ist sicher auch, dass das Wasser jeweils gleich nach der Turbinierung, bzw. nach dem Wehr der Linth zurückgegeben, sodass keine Restwasserstrecke entsteht.“ 

 

Von: Edi Huber, Pressebauftragter der IG Kleinwasserkraft Glarnerland

Quelle: Glarus24

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